Die Jahre 1906–1928: Johann Baptist Breun  
 
>> Die siegreiche Teilnahme Johann Baptist Breuns an einer Braugerstenschau war Anlaß für die bisher hundertjährige Erfolgsgeschichte unseres Unternehmens: Im Jahr 1906 gründete er–ermutigt durch diese öffentliche Bestätigung seiner Arbeit–auf seinem 47 ha großen Betrieb Galgenhof die Saatzuchtwirtschaft Breun und begann in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landessaatzuchtanstalt mit der Züchtung von Braugerstensorten. Sein öffentliches Engagement verhalf Johann Baptist Breun zum Titel des Ökonomierats.  
 
 
Die Jahre 1928–1977: Ulrich Breun  
 
>> Nach seiner Landwirtschaftslehre 1925–26, dem Besuch der Landwirtschaftsschule Forchheim während der Jahre 1926–28 und seiner anschließenden Arbeit als Saatzuchttechniker übernahm Ulrich Breun 1928 den väterlichen Betrieb. Zwischen 1935–1949 verlagerte Ulrich Breun die Saatzuchtwirtschaft vom Galgenhof auf einen benachbarten Pachtbetrieb in Kosbach bei Erlangen. Zwischen 1949 und 1953 war die Saatzuchtwirtschaft Breun in Neuses beheimatet, 1953 erstand er den heutigen Betrieb in Steinbach bei Herzogenaurach, den er bis zu seinem 71. Lebensjahr führte.  
 
Ulrich Breuns Bestreben war es, neben qualitätvollen auch krankheitsresistente Braugersten zu züchten. 1951 gelang der erste durchschlagende Erfolg mit “Breuns Wisa”, die beide Zielsetzungen erfüllte. Ulrich Breun bekleidete zwischen 1950 bis 1979 im Verein zur Förderung des bayerischen Qualitätsgerstenbaues e.V. und bis 1974 im Verein zur Förderung des deutschen Qualitätsgerstenbaues e.V. diverse Funktionen und Ehrenämter.  
 
Zahlreiche Auszeichnungen, Medaillen und Anerkennungen zeigen den Pioniergeist Ulrich Breuns:  
 
Bayerische Staatsmedaille in Silber 1971 
Bayerischer Verdienstorden 1972 
Silberner Ehrenteller des bayerischen Landwirtschaftsministeriums in Anerkennung seiner Verdienste um die Braugerstenzüchtung 1976 
Silberne Verdienstmedaille der Stadt Herzogenaurach 1976
 
 
 
Die Jahre 1977–heute: Josef Breun  
 
>> Nach seiner Ausbildung zum Diplom-Ingenieur Agrar (FH) trat Josef Breun 1964 schließlich in den elterlichen Betrieb ein und widmete sich neben der Sommergerste auch der züchterischen Bearbeitung von zweizeiliger Wintergerste. Ertrag, Brauqualität und Krankheitsresistenz sowie Winterfestigkeit und frühe Vermälzbarkeit waren seit jeher vorrangige Zuchtziele des Unternehmens, die Josef Breun weiter ausbaute. Gleichzeitig nahm er die Winterweizenzüchtung auf und intensivierte diese über die Jahre.  
 
Und der Erfolg gibt ihm Recht: Heute zählt die Saatzucht Josef Breun national und international zu den bekanntesten deutschen Pflanzenzuchtunternehmen. Der Sortenvertrieb im In- und Ausland erfolgt seit 80 Jahren durch die Baywa AG München.  
 
Schwerpunkt der Züchtungsarbeit ist nach wie vor die traditionelle Pflanzenzüchtung, in zunehmendem Maße unterstützt durch moderne Züchtungstechnologien, auch in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt und über GFP-Projekte. 1991 wurden die Zuchtaktivitäten des Unternehmens auf Gut Morgenrot bei Quedlinburg erweitert.  
 
Josef Breun engagiert sich bis heute in branchenrelevanten Vereinen: Neben seiner seit 1975 währenden Funktion als Mitglied im Beirat zur Förderung des deutschen Qualitätsgerstenbaues e.V., München, ist er seit 1980 Mitglied im Beirat zur Förderung des Bayerischen Qualitätsgerstenbaues e.V. und Gründungsmitglied der Bayerischen Pflanzenzuchtgesellschaft e.V. sowie seit 1992 deren Vorstandsvorsitzender. Außerdem fungiert Josef Breun seit 1992 in seiner Funktion als Genossenschaftliches Beiratsmitglied der BayWa AG als Vertreter der Landwirtschaft.  
 
Der 1997 in München erhaltene silberne Ehrenteller des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums für besondere Verdienste um die bayerische Pflanzenzucht und die Bayerische Staatsmedaille in Silber, die Josef Breun 1999 in München verliehen wurde, beweisen, dass seine visionäre Arbeit weit über die Saatgutindustrie hinaus Anklang und Anerkennung findet.